Sonntag 22 Oktober 2017

Hilfe für

Straßenkinder

in Kenia

  • 2014_01.jpg
  • 2015_09.jpg
  • 2015_09_01.jpg
  • 2016_04_14-1306_731.jpg
  • 2016_04_28-1614_979.jpg
  • 2016_05.jpg
  • 2017_03_23-007-2.jpg
  • 2017_03_23-078-web.jpg
  • 2017_03_23-153-web.jpg

Zweiter Bericht aus Mtwapa

 „Wie wars?“

Dies war einer der ersten Fragen, die mir Freunde und Familie stellten als ich in Deutschland ankam. Die Arbeit mit den Kindern? Die Kultur? Das Essen? Das Wetter? Wie sollte ich diese Frage nach so einer intensiven, emotionalen Zeit in Kenia mal eben kurz beantworten.

„Es war super schön!“, antwortete ich sicher tausende Male. Doch das war nur die halbe Wahrheit, denn es war viel mehr als das: Super aufregend, emotional, traurig, stressig, ermüdend, lustig….Die Erfahrungen der letzten zwei Monate in Mtwapa konnte ich nur sehr schwer in einen Satz packen, um eine Antwort auf die schwere Frage „Wie war‘s?“ zu geben und damit Freunde und Familie zufrieden zu stellen. „Bist du gut angekommen?“ war oft einer der nächsten Fragen.

Wie kommt man an? Wie gewöhnt man sich wieder an Alltag, Essen, Lebensweise in Europa? Ich erlebte einen umgekehrten Kulturschock in meiner Heimat. Genauso schwer wie die Umgewöhnung, fiel mir das gedankliche Ankommen. Ob Mohammad fleißig seine Hausaufgaben macht? Funktioniert der Essensplan weiterhin? Leben die Hühner noch? Wie verbringen die Kinder den Rest der Ferien? Es fühlte sich so an, als würde ich Urlaub in Deutschland machen und bald nach Kenia zurück fliegen.

Die letzte Woche verbrachten Inga und ich damit, einiges am Haus zu reparieren. Außerdem fuhren wir zusammen mit den Kindern, Milka und Zawadi, an den Strand nach Kilifi, gar nicht weit von Mtwapa. Es war unglaublich schön, die Kinder so glücklich zu sehen und stundenlang mit ihnen im Wasser zu toben. Ich hätte Tage dort verbringen können und den Kindern das schwimmen beibringen. Mohammad stellte sich sehr gut bei seinen ersten Schwimmversuchen an, doch hat sich am Ende lieber an meine Schultern gehängt und mich schwimmen lassen. Für mich, einer der schönsten Tage! Ich bin sicher, dass vor allem die Kinder sehr viel Energie aus diesem Tag geschöpft haben und es ihnen gut tat, mal raus aus dem gewohnten Schulstress und ihrem Zuhause zu kommen.

Katharina im Waisenhaus
Katharina im Waisenhaus

An meinem letzten Abend gab es Chapati. Schon am Nachmittag fingen wir an Chapati vorzubereiten, dabei wurde viel getanzt und gesungen, so konnte ich sogar die Kinder begeistern mit anzufassen. Kelvin kletterte kurzerhand auf die Palme in unserem Garten, denn es fehlte noch eine Kokosnuss für die Soße, die Hussein kochte. Zusammen hatten wir ein kleines Festessen vorbereitet, zu dem auch der Head Teacher und Freunde aus der Schule eingeladen waren. Zum Nachtisch gab es Eis, ein Highlight für die Kinder. Ich war super glücklich, über diesen schönen Abend und das gelungene Essen, und traurig zugleich, dass es mein letzter war. Der Abschied war sehr emotional, tausend Fotos mussten gemacht werden, sogar Kelvin kam aus dem Maisfeld gerannt und umarmte mich, sodass ich hinfiel. Ich war sehr gerührt, wie oft die Kinder in den letzten Tagen zu mir kamen und „Kathrina, don’t go Germany!“ sagten oder es immer wieder auf Zettel schrieben. Obwohl ich nur zwei Monate im Heshima Children’s Home wohnte, fühlte es sich so an als verabschiedete ich mich von meiner Familie, die mich für eine gewisse Zeit aufgenommen hatte.

Langsam gewöhnte ich mich wieder an den Unialltag, Klausuren und den Lernstress, doch ich denke noch immer oft an Mohamma, Mwanaisha, Lydia, Kelvin, Dennis, Lucky, und Salma. Ich bin zwei Monate für die Kinder da gewesen, wir haben zusammen getobt und gespielt. Ich habe ihren Sorgen und Ängsten Aufmerksamkeit geschenkt, aber sie haben mir noch viel mehr beigebracht und ich habe einiges von ihnen lernen dürfen Ich hoffe, bald wieder nach Kenia fliegen zu können um diesmal für einen längeren Zeitraum im Heshima Children‘s Home zu wohnen.

Kwa Heri!

Eure Katharina

Spenden

Die Kinder freuen sich über jede Spende.
Spenden bitte auf das Konto:

Heshima Kinderförderung e.V.
Volksbank Krefeld eG
BLZ: 32060362
Konto Nr.: 130809014
IBAN: DE73320603620130809014
BIC: GENODED1HTK

Jetzt Spenden! Das Spendenformular ist ein kostenfreier Service von betterplace.org.

Suche

Jetzt Spenden! Das Spendenformular ist ein kostenfreier Service von betterplace.org.

Video Mtwapa 2016

Video Mtwapa 2015

Video Mtwapa 2014

Video Mtwapa 2012